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Akustik

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Einleitung

Akustikgitarren authentisch und natürlich zu verstärken, gehört zu den größten Herausforderungen im Bereich Gitarren-Equipment. Während E-Gitarrenverstärker oft bewusst den Klang färben und charakteristisch klingen sollen, ist das Ziel bei einem Akustikverstärker genau das Gegenteil: Der natürliche Sound der Gitarre soll möglichst unverfälscht wiedergegeben werden. Genau hier trennt sich jedoch schnell die Spreu vom Weizen. Viele Verstärker klingen zu mittenlastig, steril oder verlieren die feinen Nuancen, die eine gute Akustikgitarre eigentlich ausmachen.

Hughes & Kettner era C Akustikverstärker
Hughes & Kettner era C Akustikverstärker

Gerade deshalb ist ein transparenter und dynamischer Klang für viele Gitarristen entscheidend, ob beim Üben zuhause, auf kleinen Bühnen oder beim Singer-Songwriter-Gig. Ein guter Akustikverstärker sollte den Charakter der Gitarre bewahren, fein auf den Anschlag reagieren und gleichzeitig genügend Leistung sowie praktische Features für den Alltag bieten.

In diesem Test habe ich mir den neuen Verstärker “Hughes & Kettner era C” (erscheint am 18. Mai 2026) deshalb einmal genauer angesehen. Ich habe den Verstärker aktuell sowohl im Proberaum als auch im Wohnzimmer getestet und dabei besonders auf Klangqualität, Dynamik, Bedienung, Effekte und Alltagstauglichkeit geachtet. In Kürze wird er auch in praxisnahen Spielsituationen getestet. Wie natürlich der Sound wirklich ist und für wen sich der Verstärker am Ende lohnt, erfährst du in diesem ausführlichen Review.

Technische Daten

Bevor wir uns den Klang und die Praxistauglichkeit genauer anschauen, werfen wir zunächst einen Blick auf die wichtigsten technischen Daten des Verstärkers. Gerade bei Akustikverstärkern spielen Leistung, Lautsprecherkonzept, Anschlussmöglichkeiten und integrierte Effekte eine entscheidende Rolle. Die Ausstattung entscheidet schließlich maßgeblich darüber, ob sich ein Verstärker eher für das Wohnzimmer, kleine Gigs oder den Bühneneinsatz eignet.

Der era C bietet hier eine sehr solide Ausstattung und richtet sich laut Hersteller sowohl an Singer-Songwriter als auch an Akustikgitarristen, die Wert auf einen möglichst natürlichen Sound legen. Wer also einen E-Gitarrenverstärker sucht, ist bei diesem Verstärker leider falsch. Present Enthusiasten sind mit diesem Verstärker ebenfalls falsch bedient. Die genauen Effekte sind weiter unten beschrieben. Auch ist er (danke seiner Größe) eher als Übungsverstärker oder Verstärker für kleine Bar-Gigs, lässt sich aber dank des DI Outs problemlos mit größere PA Anlagen koppeln. Der Pre/Post-FX-Schalter kann dann wahlweise die integrierten Effekte durchschleifen oder deaktivieren.

Technische Daten: Hughes & Kettner era C *

Technische Daten Details
Leistung 60 W (RMS) Class-D-Endstufe
Lautsprecher 8“ Doppelmembran
Kanäle 4
Eingänge Kanal 1 und 2 identisch für 2 Instrumente / Gesang (XLR/Klinke Combobuchse mit Phantom Power zuschaltbar)
Kanal 3: Aux In – 3,5 mm Stereo-Input (z. B. externe Audioquelle
Kanal 4: FX-Return – 6,3 mm Stereo-Input für Geräte mit Line-Pegel 15V Phantomspeisung zuschaltbar
Effekte kanalspezifische FX-Engine mit 8 Programmen (Reverb, Delay)
Equalizer 3-Band-EQ (+ 10dB Schalter / Shape-Schalter)
Bluetooth Ja (schaltbar und in der Lautstärke separat regelbar) 
DI-Out (Ausgang) Ja 
Kopfhöreranschluss (Ausgang) Ja 
Akku-Betrieb Nein
Gewicht 6,2 kg (schwarze Version) / 6,4 kg (Holzoptik)
Maße 270 x 285 x 250 mm
UVP 399 €
Optionales Zubehör: Tilt Ständer (zum Anwinkeln des Verstärkers)
https://www.thomann.de/de/hughes_kettner_era_tilt_back_stand.htm
Tragetasche (zum sicheren Transport)
Fußschalter FS2 (zur Steuerung von Effekten)
https://www.thomann.de/de/hughes_kettner_fs2.htm

Bereits auf dem Papier macht der Verstärker einen vielseitigen Eindruck. Besonders interessant sind dabei die integrierten Effekte sowie die Möglichkeit, gleichzeitig Gesang und Akustikgitarre oder andere Instrumente (Akkordeon, Streichinstrumente, Keyboard, Zither etc.) über zwei getrennte Kanäle zu betreiben. Wie sich das Ganze jedoch in der Praxis schlägt, schauen wir uns im weiteren Verlauf des Tests genauer an. 

Im Lieferumfang enthalten sind, neben dem Verstärker selbst (der gut und sicher verpackt angekommen ist), das Netzteil und der Stromstecker sowie der Bedienungsanleitung in deutscher und englischer Sprache.

Verarbeitung & Layout

Zuerst möchte ich ein paar Worte über die Verarbeitung loswerden. Er ist robust verarbeitet und mit 6,2 kg für die Größe nicht gerade leicht, aber durchaus verkraftbar. Die Oberfläche mit dem Strukturlack wirkt sehr wertig. Auch der Tragegriff auf der Oberseite ist gut positioniert, so dass sich der Verstärker angenehm transportieren lässt. Ich würde trotzdem die optional erhältliche Transporttasche empfehlen: Allein schon, um den Verstärker zu schützen.

Hughes & Kettner era C Tragegriff
Hughes & Kettner era C Tragegriff

Auf der Oberseite des Verstärkers sind neben den jeweiligen Einstellungsreglern der Kanäle noch einige Druckknöpfe und LEDs zu finden.

Hughes & Kettner era C Kanaleinstellungen
Hughes & Kettner era C Kanaleinstellungen

Fangen wir auf der linken Seite an und arbeiten uns nach rechts vor. Zuerst befindet sich der Mute Knopf für den ersten Kanal, gefolgt vom Gain Regler für den ersten Kanal. Dann folgt der Mute Knopf und Gain Regler für den zweiten Kanal. Unter diesen Reglern befinden sich Status-LEDs für Kanal 1 und Kanal 2: Dies wären Signal-LED, Mute-LED und Shape-LED. Zudem die Clip-LED, die anzeigt, ob das Signal übersteuert. 

Weiter geht es zu den EQ Einstellungen. Dies ist eine 3-Band-EQ und steuert Bass, Mitten und Treble für Kanal 1 und Kanal 2. Als nächstes kommen die Auswahl Regler der jeweiligen acht Effekte, die weiter unten genauer beschrieben werden, sowie der Intensitätsregler zur Steuerung der Effektintensität. 

Die Drehknöpfe an der Oberseite sind leichtgängig für mein Empfinden, allerdings etwas zu nah aneinander. Aber aufgrund der Größe des Verstärkers hätte man dann hier auf die zweite Reihe ausweichen müssen und nicht alle Drehregler in eine Reihe gepackt. Die Beschriftung der jeweiligen Drehregler und Knöpfe ist mir persönlich zu klein.

Hughes & Kettner era C Rückseite
Hughes & Kettner era C Rückseite

Ebenfalls nicht so gut gelöst finde es, dass die Eingänge auf der Rückseite zu finden sind, so ist die Zuordnung nicht immer sofort ersichtlich und gerade bei schlechten Lichtverhältnissen kann es zu Problemen kommen.  

Klangtest

Beim Klangtest wurden sowohl eine Akustik-Westerngitarre mit Tonabnehmer und eine Fender Squier Telecaster E-Gitarre, sowie ein Shure SM57 angeschlossen und getestet. Natürlich ist dies ein reiner Akustikverstärker, aber ein Test mit der Fender hat mich dennoch gereizt und auch überzeugt. 

Fingerstyle

Sowohl die Westerngitarre als auch die Squire hatten beim Fingerstyle einen schönen Klang und ich habe nicht viel an den EQ Einstellungen verändern müssen. Lediglich bei der Telecaster habe ich aufgrund des hellen Sound den Höhen und Mitten etwas abgesenkt. Aber die Tonqualität mit und ohne Effekte waren wirklich sehr hörenswert

Strumming

Ebenso wie beim Fingerstyle war auch das Strumming über die beiden Gitarren wirklich top! Hier konnte ich, auch bei höherer Lautstärke, wirklich einen tollen und ausgewogenen Klang erzeugen, der überzeugt. Somit stehen kleinen Auftritten in einer 2er- oder 3er-Combo nicht im Wege. Es war kein Feedback, auch in Verbindung mit einem Gesangsmikrofon zu hören. 

Gesang

Der erste Gesangstest in Verbindung mit einer Akustik Western Gitarre war wirklich gut. So macht üben und auch ein kleines Konzert wirklich Spaß. Auch was leistungstechnisch aus dem kleinen Würfel kommt, ist schon sehr beachtlich. Die Reverb Effekte klingen auch beim Gesang wirklich toll und man hat in sekundenschnelle ein sehr brauchbares Setup! 

Natürliche Wiedergabe

Wie der Hersteller angibt, soll es eine direkte und unverfälschte Klangwiedergabe geben. Bei meinem Test war ich ebenfalls sehr von der Klangqualität überzeugt. Sowohl Gitarre als auch Audiowiedergabe über Bluetooth waren wirklich gut. 

Lautstärke

Die 60W bieten schon enorm Power und klingen für kleine Clubs oder auch schon bei uns im Proberaum wirklich top. Auch im Wohnzimmer konnte ich das Teil nicht ganz aufdrehen, weil es einfach zu laut war. Dennoch war die Tonqualität bei hoher Lautstärke wirklich beachtenswert.

Verhalten bei hohen Pegeln

Der era C bietet trotz der kleinen Größe aber dank der 60W-Class-D-Endstufe einen großen Headroom für ein dynamisches Spielgefühl. Gerade bei leisen und lauten Stellen im Wechselspiel ist alles noch wirklich klar verständlich und schön laut 😉 

Effekte & Features

Für die Größe des Verstärkers hat das Teil schon echt einiges zu bieten. Wie der bereits angesprochene gute Klang und die hohe Lautstärke sind auch einige Effekte mit an Bord. Über den Effekt-Schalter an der Rückseite können die acht verschiedenen Effekte ausgewählt werden. Die Intensität kann dann entsprechend auf der Oberseite des Verstärkers geregelt werden.

Hughes & Kettner era C Effekte und Pinbelegung
Hughes & Kettner era C Effekte und Pinbelegung

Effekt-Übersicht

Die acht Effekte gliedern sich wie folgt auf:
Es gibt 5 Reverb, also Halleffekte und 3 Delays, also Echo-Effekte. 

  1. Reverb Room Dark
  2. Reverb Room Bright
  3. Reverb Hall Warm
  4. Reverb Hall Bright
  5. Reverb Church Warm
  6. Delay Short
  7. Delay Mid
  8. Delay Long

Klangbeispiele:

Werden in Kürze nachgereicht

 

Einsatzbereiche

Durch die kompakte Bauform und das gute Gewicht von 6,2 kg eignet sich der Verstärker für die verschiedensten Einsatzgebiete. Nicht nur als Übungsverstärker im Wohnzimmer oder im Homestudio, sondern auch als Verstärker für kleine Live-Gigs in der Kneipe oder als Straßenmusiker (Stromverfügbarkeit vorausgesetzt) eignet sich dieses Gerät durchaus.

Für wen eignet sich der Amp?

Wohnzimmer

Im Wohnzimmer spielt der Hughes & Kettner era C seine kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht besonders gut aus. Die 60 Watt Leistung des Amps bietet genügend Reserven, bleibt aber auch bei moderater Lautstärke (über die Mitte des Lautstärkereglers) angenehm transparent und detailreich im Klang. Mit Bluetooth lassen sich unkompliziert Backingtracks oder Playlists vom Smartphone oder Tablet abspielen, während der Kopfhörerausgang auch leises Üben am Abend ermöglicht. Die integrierten Reverb- und Delay-Effekte sorgen zusätzlich dafür, dass Akustikgitarre oder andere angeschlossene Instrumente sowie Gesang direkt inspirierend klingen und das ganz ohne zusätzliches Equipment.

Bühne

Für kleine Bühnen und akustische Live-Gigs ist der era C erstaunlich flexibel einsetzbar. Die zwei vollwertigen Mikrofon-/Instrumentenkanäle (stilistisch) ermöglichen den gleichzeitigen Betrieb von Akustikgitarre und Gesang, inklusive separater Klangregelung und Effekten. Besonders praktisch im Live-Einsatz sind der integrierte Notch-Filter gegen Rückkopplungen sowie der professionelle DI-Out mit Pre/Post-FX-Schaltung für die direkte Verbindung zur PA, falls man noch mehr Leistung braucht. Durch den Hochständer-Flansch kann der Amp zudem wie eine kleine PA positioniert werden und sorgt so für eine bessere Klangverteilung auf der Bühne. Auch möglich wäre es z. B. den Verstärker als kleinen Monitor auf der Bühne zu nutzen. Der optionale Tilt Ständer wäre hier genau richtig. 

Studio

Auch im Studio macht der era C eine gute Figur und das vor allem bei schnellen Recording-Setups. Über den DI-Out lässt sich das Signal unkompliziert an ein Audio-Interface oder Mischpult weitergeben. Die transparente Klangwiedergabe eignet sich hervorragend für natürliche Akustikgitarren-Sounds und cleane Vocal-Aufnahmen. Die integrierten Effekte helfen dabei, bereits beim Einspielen einen tollen Sound zu erzeugen, ohne dass sofort zusätzliche Plug-ins benötigt werden.

Straßenmusik

Dank seines kompakten Formats, dem integrierten Tragegriff und des Gewichts von 6,2 kg lässt sich der Amp sehr angenehm transportieren. Für Straßenmusik eignet er sich deshalb besonders gut (Strom voraus gesetzt). Hier ist besonders die Bluetooth Funktion erwähnenswert. Die Bluetooth Verbindung kann über einen separaten Schalter eingeschaltet werden und zudem ebenfalls separat in der Lautstärke gesteuert werden. Das ist ein absoluter Game-Changer für Straßenmusiker, da jetzt problemlos zu Backingtracks und Co. gespielt werden kann und ein wirklicher Benefit bei diesem Verstärker ist. Die klare Projektion des 8″-Doppelmembran-Speakers sorgt dafür, dass Gesang und Akustikgitarre oder andere Instrumente mit Tonabnehmer auch in offenen Umgebungen gut verständlich bleiben. Zudem erlaubt die Mehrkanal-Struktur das Einbinden weiterer Instrumente oder Mikrofone. Solls doch mal größer werden, kann das Ausgangssignal, wie bereits oben erwähnt, über den DI-Out problemlos mittels des Pre/Post-FX-Schalter Wet oder Dry weitergeleitet werden. Hier wäre dann der optional erhältliche Tilt Ständer oder ein Boxenständer von Vorteil, um die bestmögliche Schallausgabe zu ermöglichen.

Homestudio

Im Homestudio überzeugt der era C vor allem als unkomplizierte All-in-One-Lösung. Sänger und Gitarristen können gleichzeitig aufnehmen und dabei bereits mit einem angenehm klingenden Monitoring arbeiten. Die integrierten Effekte sparen Zeit beim Recording und sorgen für Motivation beim Songwriting oder Einspielen. Besonders praktisch: Durch Bluetooth können Playbacks oder Referenztracks direkt zugespielt werden, ohne zusätzliche Verkabelung.

Singer-Songwriter

Auch für Singer-Songwriter wirkt der Amp nahezu perfekt. Gitarre und Gesang lassen sich parallel betreiben und individuell anpassen, wodurch ein sehr ausgewogener Live- oder Proberaum-Sound entsteht. Die Kombination aus natürlicher Klangwiedergabe, eingebauten Effekten und einfacher Bedienung macht den Verstärker ideal für Musiker, die schnell einen professionellen Sound erreichen möchten. Gerade bei kleinen Akustik-Gigs oder Wohnzimmerkonzerten spielt der era C seine Stärken voll aus. Gerade auch in Sachen Schnelligkeit beim Aufbau, da nicht extra ein zusätzliches Mischpult oder Zuspieler angeschlossen werden muss.

Duo-Setups

Auch für Duo-Setups bietet der era C interessante Möglichkeiten. Zwei Musiker können gleichzeitig Instrumente oder Mikrofone anschließen und jeweils separat bearbeiten. Dadurch eignet sich der Amp hervorragend für Akustik-Duos mit zwei Gitarren, zwei Stimmen oder einer Kombination aus Instrument und Gesang. Durch die vier Kanäle bleibt zudem genug Flexibilität für Playbacks oder zusätzliche Signalquellen. Für kleine Bars, Café-Gigs oder auch einfach nur Proben reicht der Leistungsumfang absolut aus.

Interessant auch, dass es für Kanal 1 & 2 eine zuschaltbare 15V Phantomspeisung gibt. Diese kann z. B. für Kondensator-Gesangsmikrofone wie das Shure Beta 87A * oder das Sennheiser E 865 * genutzt werden.

Vergleich mit Konkurrenzmodellen

Natürlich macht es hier durchaus Sinn, den Verstärker mit Konkurrenzmodellen zu vergleichen. Da ich bereits seit längerer Zeit den Harley Benton AC PRO 60 * besitze und dieser sowohl leistungstechnisch als auch preislich in etwa in der gleichen Liga spielt, kann man hier ganz gute Vergleiche ziehen.

 

Hughes & Kettner era C Harley Benton AC PRO 60
Leistung: 60 W Class D Endstufe

Eingänge: 4 Kanäle

Effekte: 8 Stück
5x Reverb: Room Dark / Bright, Hall Warm /
Bright, Church Warm, 3x Delay: Short, Mid, Long

Abmessungen: 270 x 285 x 250 mm

Ausgang: DI-Out mit Ground Lift und Pre/Post Schalter

Gewicht: 6,2 kg

Preis: 399 €
Leistung: 45 W

Eingänge: 2x Klinke und Klinke/XLR-Kombi
Line-In, MP3 als Klinke 3,5mm

Effekte: 4 Stück
Hall, Plate, Chorus, Delay

Abmessungen: 346 x 280 x 346 mm

Ausgang: DI-Out Balanced

Gewicht: 11 kg

Preis: 299 €

Was beim era C Akustikverstärker jedoch besonders hervorsticht ist die enorme Flexibilität mit zwei vollwertigen Mic-/Instrumentenkanälen, Bluetooth, Aux und FX Return. Damit unterscheidet es ihn deutlich von vielen Mitbewerbern und sind nicht zu vernachlässigen.

Weitere Vergleichsmodelle:

Vorteile & Nachteile

In diesem Abschnitt findet ihr eine Übersicht der Vorteile und Nachteile des Verstärkers. Diese Liste ist schon recht umfangreich, aber gerade im mobilen Bereich gibt es sofort große Differenzierungen und Vorteile, die herausstechen. 

Vorteile des Hughes & Kettner era C

  • Kompakte Bauform und leicht transportierbar
  • Vier Kanäle für flexible Setups
  • Ideal für Akustikgitarre (bzw. Instrumente mit Tonabnehmer) und Gesang gleichzeitig
  • Toll klingende Effekte (Reverb & Delay)
  • Bluetooth-Audiostreaming mit eigener Lautstärkensteuerung
  • DI-Out für Bühne und Recording mit Pre/Post-Schalter
  • Natürlich klingender Akustik-Sound
  • Gute Rückkopplungskontrolle durch Notch-Filter
  • Einfache Bedienung ohne Display
  • 35 mm Hochständer-Flansch für Stativaufnahme
  • Kann kleine Duo- oder Singer-Songwriter-Gigs problemlos abdecken

 

Nachteile des Hughes & Kettner era C

  • Anschlüsse auf der Rückseite und Drehregler nah beieinander
  • Keine Zugentlastung für das Stromkabel
  • Kein integrierter Akku für komplett mobiles Spielen
  • Für größere Bühnen allein etwas leistungsschwach
  • “Nur” Reverb- und Delay-Effekte
  • Preislich oberhalb einfacher Einsteiger-Akustikamps
  • Straßenmusik nur mit externer Stromversorgung möglich

Jedoch muss ich hier ein paar Nachteile etwas relativieren:

Die Anschlüsse auf der Rückseite sind zwar schwer zu erreichen, aber einmal in Vorfeld eingesteckt ist dies aufgrund der Größe auf jeden Fall verkraftbar. Ebenso die sehr nahe beieinanderliegenden Drehregler auf der Oberseite. Das C im Namen des Hughes & Kettner era C Verstärkers bedeutet nicht umsonst C=Compact 😉 Somit müsste auf das nächst höhere Modell zurückgegriffen werden und würde den Vorteil der Kompaktheit verlieren.

Auch zum Thema Akku ist zu sagen, dass das Gerät dann deutlich schwerer, größer und auch teurer geworden wäre. Dann wären wir bei einer ganz anderen Geräteklasse. Der era C wurde nicht für große Bühnen entwickelt, allerdings kann es dank des mehrfach angesprochenen DI-OUTs problemlos an bestehende Systeme angeschlossen werden.

Wenn man Musiker mit Akustikinstrumenten wie eine Akustikgitarre fragt, welche Effekte sie als aller erstes einsetzen, wird sicher am häufigsten Reverb und Delay genannt. Diese kommen in verschiedenen Variationen vor und decken somit ein breites Spektrum ab. Die Qualität und Leistung trotz des Kompaktheit des Amps rechtfertigen den Preis auf alle Fälle.

 

Persönliches Fazit

Kommen wir zum Fazit des aktuellen Hughes & Kettner era C Akustikverstärkers. Meiner Meinung nach bekommt man wirklich viel für sein Geld und gerade ein 60W Class D Verstärker in so einem kompakten Gehäuse sucht seinesgleichen. Natürlich schreckt man, gerade als Einsteiger, der einen kompakten Verstärker sucht, bei 399 € etwas zusammen. Jedoch wird man hier wirklich nicht enttäuscht. Die Mobilität hat mich echt überzeugt und was an Lautstärke bei Proben und kleinen Gigs aus diesem Würfel kommt, ist schon beachtlich. Auch die Bluetooth Verbindung und separate Lautstärkenregelung machen Spaß und sind sehr nützlich für Backingtracks. Die Verbindung funktioniert schnell und ich konnte bei mehrere Tests keine Aussetzer feststellen.

Wenn man etwas zu meckern sucht, sind das meine Punkte, die nicht so gut umgesetzt wurden: Die Anschlüsse auf der Rückseite des Amps. Das ist etwas umständlich und stört, gerade wenn man bei wenig Licht arbeiten muss. Das Stromkabel hat keine Zugentlastung. Wenn man sich auf der Bühne bei einem Gig im Kabel verfängt, kann es schnell ohne Strom weitergehen, auf der anderen Seite reißt man dann nicht sofort die ganze Buchse raus.

Hat euch mein Test überzeugt und ihr wollt euch das Teil ebenfalls zulegen, dann könnt ihr das gern über den folgenden Link direkt über Thomann machen: Hughes & Kettner era C Akustikverstärker *