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Gitarre lernen

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Schön, dass du dich für den 30-tägigen Kurs interessierst. Ich habe dir hier einen 30 Tage Übungsplan erstellt, den du als Gitarrenanfänger nutzen kannst. An diesem  einfachen Fahrplan kannst du dich orientieren.

Welche Ausrüstung benötigst du?

  • Akustik- oder E-Gitarre
  • Stimmgerät oder Stimm-App
  • Plektren
  • Kapodaster (optional)
  • Gitarrenständer

Grundlagen

  • Saitennamen lernen
  • Gitarre stimmen
  • Akkorde: Em, C, G, D, Am
  • Einfaches Schlagmuster

Routine

  • 10–15 Minuten täglich üben
  • langsam starten
  • Rhythmus vorklopfen

30 Tage Gitarrenkurs für Anfänger

Woche 1:

Tag 1–2: Grundlagen

Wer Gitarre lernen möchte, kommt an einem Thema nicht vorbei: den Saitennamen. Sie sind die Grundlage für Akkorde, Tonleitern, Tabulaturen und das Stimmen der Gitarre. In diesem Artikel lernst du die Namen der Gitarrensaiten, hilfreiche Merksätze und bekommst ein solides Fundament für deinen weiteren Lernweg.


Die sechs Saiten der Gitarre

Die klassische Gitarre – egal ob Akustikgitarre oder E-Gitarre – hat in der Standardstimmung sechs Saiten. Gezählt wird von der tiefsten (dicksten) zur höchsten (dünnsten) Saite:

  1. E-Saite (tiefe E-Saite)
  2. A-Saite
  3. D-Saite
  4. G-Saite
  5. H-Saite (international: B-Saite)
  6. e-Saite (hohe E-Saite)

👉 Wichtig: Die tiefe und die hohe Saite heißen beide E, unterscheiden sich aber in ihrer Tonhöhe.

Kurzform (von dick nach dünn):

E – A – D – G – H – e


Merksatz für die Saitennamen

Um sich die Reihenfolge leichter zu merken, hilft dir die folgende Eselsbrücke

  • Ein alte Dame geht Heringen einkaufen

Lern die Saitennamen am besten auswendig und spiele sie erstmal rauf und runter und sag die Saitennamen dabei laut auf. Ohne erstmal die Saiten mit deiner linken Hand (als Rechtshänder) in irgendeiner Weise runterzudrücken. Du nutzt in der ersten Phase erstmal nur deine rechte, die Schlaghand.

Tag 3–4: Em, C

In den ersten beiden Tagen solltest du dich erstmal mit der Gitarre vertraut machen. Du hast die einzelnen Saiten kennengelernt. Heute befassen wir uns mit den ersten Akkorden. Nämlich Em (Moll Akkord) und ein C (Dur Akkord).

Em Akkord

Der helle Kreis bedeutet, dass diese auf dieser Saite kein Finger liegt und diese entsprechend auch nicht auf das Griffbrett gedrückt wird. Jedoch wird diese Saite z.B. bei einem Downstrum (von oben nach unten alle Saiten nacheinander anschlagen) mit angeschlagen. Die dunklen Kreise geben an, dass in diesem Bund die entsprechende Saite auf das Griffbrett gedrückt wird. Die Leserichtung ist von links (dicke E-Saite) nach rechts (dünne E-Saite). Die horizontalen Linien bedeuten die Bünde. Somit werden die Saiten A und d im zweiten Bund gedrückt.

C-Dur Akkord

Der nächste Akkord ist ein C-Dur Akkord. Hier taucht ein X an der dicken E-Saite auf. das bedeutet, dass diese Saite nicht mit angeschlagen wird. Sonst bleibt alles wie beim Em Akkord, nur das entsprechend andere Saiten auf das Griffbrett gedrückt werden. Das wäre die A-Saite im dritten Bund. Die D-Saite im 2 Bund und die H-Saite im ersten Bund.

Jetzt am besten erstmal einen der beiden Akkorde vornehmen, gescheit greifen und anschlagen. Hier ist darauf zu achten, dass nah am nächsten Bundstäbchen gegriffen wird, zudem die Saite fest auf das Bundstäbchen gedrückt wird. Drückt man zu locker oder ist zu weit vom Bundstäbchen entfernt, kann es zu einem knarzen kommen. Das ist allerdings am Anfang ganz normal und verschwindet mit der Zeit.

Auch schmerzen die Finger in der Anfangsphase. Auch das ist ganz normal. Die Finger üben eine neue Position und Haltung aus, die ungewohnt und nicht trainiert ist. Auch ist an den Fingerkuppen (wo die Saiten auf das Griffbrett gedrückt werden) noch keine Hornhaut, so dass diese ebenfalls schmerzen und man das Gefühl hat die harten Stahlsaiten schneiden sich in die Finger. Aber hier heißt es dranbleiben!

Ist dieses überwunden und es hat sich die erste Hornhaut gebildet ist das schon die halbe Miete!

Tag 5–7: Akkordwechsel

In diesen Tagen solltest du jetzt den Wechsel zwischen den beiden Akkorden üben. Hat man die Akkorde erstmal gescheit gegriffen, kommt als nächster Schritt der Wechsel zwischen E-Moll (Em) und D-Dur. Auch das ist anfangs recht schwer, da man sich erstmal auf dem Griffbrett zurecht finden muss. Aber hier gibt: Übung macht den Meister. Greife Em, setzte die Finger vom Griffbrett und setze sie wieder auf den Em Akkorden. Wiederhole dies mit C-Dur und wechsele dann zwischen Em und C-Dur.

Woche 2

Tag 8–10: G, D, Am7

Heute kommen drei neue Akkorde hinzu.

G-Dur Akkord

D-Dur Akkord

A Moll 7 Akkord

Tag 11–12: Wechsel G–D–Em–C

Da wir schon vier Akkorde gelernt haben, ist es jetzt an der Zeit diese im Wechsel zu spielen. Gehe hierzu nacheinander die jeweiligen Akkorde durch und versuche sie nacheinander zu greifen. Erst langsam und dann etwas schneller. Schau wie weit du kommst, dass die Akkorde gut und sauber klingen.

Tag 13–14: Rhythmusübungen

Beim Rhythmus geht es darum, den richtigen Groove zu finden. Erst das Zusammenspiel von Rhythmus und Noten machen ein Lied aus. Als erstes reicht es wenn du erstmal nur, die schon oben angesprochenen Downstrums machst. Also der einfach Abschlag von oben nach unten (von der dicken E-Saite zur kleine E-Saite). Dann kannst du das ganze auch nur mal mit Upstrums versuchen als genau entgegengesetzt.

Hier zählst du dann immer von 1-4 und fängst dann wieder von vorne an.

1-2-3-4 | 1-2-3-4 | 1-2-3-4 …..

Dann machst du bei 1 2 3 jeweils einen Downstrum und bei 4 einen Upstrum und fängst dann wieder bei 1 an. Dann hört sich das schon ganz anders an. Das übe am besten ein paar mal.

Woche 3

Tag 15–17: Song 1

Den ersten Song den wir uns jetzt anschauen ist von Bob Dylan – Knocking on heavens door. Text und Akkordfolgen sind hier zu finden:
https://tabs.ultimate-guitar.com/tab/bob-dylan/knockin-on-heavens-door-chords-66587 

Dieser Song besteht nur aus 3 Akkorden, die wir alle schon können. Das Lied kannst du einfach nur mit Abschlägen von der dicken zur dünnen E-Saite spielen.

Tag 18–20: Song 2

sei gespannt, hier gehts bald weiter!

Tag 21: Wiederholen

 

Woche 4

Tag 22–24: Fingerkraft
Tag 25–27: Anschlag
Tag 28–30: Song sicher begleiten

In diesem Blogartikel habe ich mir einen klassischen Dialog zwischen einem Gitarrenneuling und einem Gitarrenlehrer angeschaut und die Kernelemente beim Gitarre lernen herausgepickt. Auf dessen Grundlage entsteht ein Verständnis der Einstiegshürde und möglichen Bedenken des Gitarrenanfängers und warum es so schwer ist, Gitarre zu lernen und ob es wirklich so ist oder nur ein Vorurteil!

Gitarrenanfänger:

Warum fühlt sich Gitarre lernen am Anfang so verdammt schwer an?

Lehrer:

Das ist völlig normal! Deine Finger, dein Gehirn und dein Gehör machen gerade Dinge, die sie noch nie zuvor gemacht haben. Gitarre lernen ist wie eine neue Sprache – am Anfang klingt alles komisch, aber je öfter du übst, desto natürlicher wird es.


Gitarrenanfänger:

Meine Finger tun weh. Ist das normal?

Lehrer:

Oh ja, absolut! Deine Fingerkuppen müssen erst Hornhaut entwickeln. Das dauert ein paar Wochen. Je regelmäßiger du übst, desto schneller geht das – und irgendwann merkst du die Saiten kaum noch.


Gitarrenanfänger:

Warum klingen meine Akkorde so verstimmt oder „matschig“? Die Saiten klirren irgendwie komisch.

Lehrer:

Das liegt zu 90 % an der Haltung der Finger. Du musst recht nah am Bund greifen und mit den Fingerkuppen, nicht mit der flachen Seite. Und: Jeder Anfänger dämpft anfangs ungewollt andere Saiten ab. Das gehört dazu! Mit Übung trifft man die Saiten sauberer.


Gitarrenanfänger:

Ich kann die Griffe nicht schnell genug wechseln. Werde ich das jemals können?

Lehrer:

Auf jeden Fall. Schnelle Griffwechsel sind reine Muskelkoordination. Wenn du jeden Tag ein bisschen übst, werden deine Finger irgendwann fast automatisch an die richtige Stelle springen. Das braucht nur ein bisschen Zeit.


Gitarrenanfänger:

Warum kann ich keinen Rhythmus halten?

Lehrer:

Rhythmus ist wie ein innerer Puls. Viele Anfänger denken zu viel nach – und verlieren ihn daher. Tipp: Klopf erst einmal mit der Hand oder dem Fuß den Takt. Dann spiele langsam mit. Rhythmus kommt mit der Zeit ganz natürlich. Am besten besorgst du dir ein Metronom * und übst damit. Mit einem Metronom stellt du z.B. einen 4/4 Beat ein und kannst die Schläge pro Minute (BPM – Beat per minute) einstellen und so ganz langsam starten.


Gitarrenanfänger:

Ich verstehe Musiktheorie nicht. Brauche ich das wirklich?

Lehrer:

Hier ist zu sagen –> Am Anfang: Nein. Du brauchst keine Theorie, um deine ersten Lieder zu spielen. Später hilft es dir, schneller zu verstehen, warum etwas funktioniert. Aber für jetzt reicht es völlig, ein paar Akkorde zu lernen und Spaß zu haben.


Gitarrenanfänger:

Wie lange dauert es, bis ich vernünftig spielen kann?

Lehrer:

Wenn du 10-15 Minuten pro Tag übst, kannst du nach 2-3 Wochen einfache Lieder begleiten. Richtig gut wird man aber durch Monate und Jahre des TUNs, wie bei jedem Handwerk. Der Trick ist Dranbleiben und nicht perfekt zu sein.


Gitarrenanfänger:

Es gibt so viele Tutorials, Methoden und Übungen. Wo soll ich überhaupt anfangen?

Lehrer:

Ganz simpel:

  1. Lerne 3-4 Basisakkorde (z.B. Em, G, C, D). Hier gehts zu unserem interessanten Blogbeitrag zum Thema:
    Akkordfolgen.
  2. Übe einfache Schlagmuster. Willst du mehr über Schlagmuster wissen, schau dir unseren Blogbeitrag an:
    Der Rhythmus machts – Die besten Schlagmuster für die Gitarre
  3. Spiele Lieder, die dir Spaß machen.
    Das ist die schnellste Lernkurve für Anfänger. Akkorde findest du z.B. bei Ultimate-Guitar

Gitarrenanfänger:

Was ist das Wichtigste, das ich wissen sollte?

Lehrer:

Dass jeder großartige Gitarrist einmal genau da war, wo du jetzt bist. Jeder hatte Schmerzen, Unsicherheit und „Warum kann ich das nicht?“-Momente. Der Unterschied ist: Sie haben einfach weitergemacht. Ein toller Tipp ist es sich einmal selbst aufzunehmen und dies kontinuierlich zu tun. Es ist sehr interessant wie schnell man doch Fortschritte macht. Zudem ist es sehr interessant sich selbst und seien Fortschritte später einmal zu sehen.

Einfach Gitarre lernen – Was du für den Start benötigst

In diesem Beitrag möchte ich euch erläutern, was ihr für den Start des „Gitarre spielen Lernens“ benötigt. INatürlich wirst du jetzt sagen: „Ganz klar, eine Gitarre!“ Richtig, denn ohne geht es nicht. Aber es gehört leider etwas mehr dazu als nur das Instrument. Also was benötigst du für den Start? Alle Informationen rund um das Thema einfach Gitarre lernen findest du, wenn du jetzt weiter liest.

Es geht in die heiße Phase, wir starten und du möchtest wissen, was für den Einstieg nötig ist um erfolgreich Gitarre zu lernen. Ich werde dir hier einige Tipps geben, damit du möglichst schnell die ersten Erfolge verzeichnen kannst. Als kleine Motivation möchte ich gern mit einem Zitat einsteigen.

Kleine Schritte sind besser als keine Schritte – WILLY BRANDT

Denn gerade am Anfang ist man schnell überfordert und die Finger tun relativ schnell weh. Aber hier heißt es dranbleiben! In den ersten Wochen ist das völlig normal. Es dauert bis sich eine Hornhaut an den Fingerkuppen gebildet hat und die Akkordwechsel gut klappen. Auch ich hatte Phasen in denen ich dachte: Das wars ich verkaufe meine Gitarre wieder. Aber ich bin dran geblieben und kann sagen, es war richtig den inneren Schweinehund zu überwinden!

Gern kannst du dir auch meinen anderen Artikel: Wie du richtig übst durchlesen.

Was benötigst du zum Gitarrespielen?

Als aller erstes benötigst du Motivation, Willenskraft und Durchhaltevermögen! Wie schon anfangs erwähnt ist der Start eine Herausforderung, die du aber sicher meistern kannst, indem du anfangs nicht zuviel machst und dir immer kleine Häppchen vornimmst die du übst. Im Anschluss erfolgt eine Auflistung an Equipment, das du für den Start (und den Anschluss) benötigst.

Eine Gitarre

Das ist eigentlich selbstverständlich. Du benötigst für das Lernen auch ein entsprechendes Instrument. Doch welche Gitarre ist für mich die Richtige. Soll ich sofort eine neue Gitarre kaufen oder reicht erstmal ein gebrauchtes Instrument. Benötige ich als Linkshänder eine Linkshänder Gitarre (Anmerkung: Ich selbst bin Linkshänder und spiele eine Rechtshänder Gitarre)Soll ich mit einer akustischen Gitarre starten und wenn ja, was für eine oder macht eine E-Gitarre mehr Sinn. Hier liegen die Entscheidungen natürlich bei dir, aber ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen, dass eine akustische Gitarre am Anfang mehr Sinn macht.

Eine E-Gitarre ist mit höheren Einstiegskosten verbunden, da du zudem noch einen Verstärker benötigst, um überhaupt erstmal etwas von der Gitarre zu hören. Bei einer akustischen Gitarre kannst du sofort mit dem Spielen loslegen ohne erst den Verstärker hervorzuholen, diesen anzuschließen und die Gitarre entsprechend zu verkabeln.

Westerngitarrre
Meine Westerngitarre – Sigma DMC-15E

Auch musst du gerade in den Anfängen mit einer E-Gitarre aufpassen, denn deine Eltern, Mitbewohner oder Hausnachbarn sind wahrscheinlich nicht gerade erfreut, wenn sie von einer mehr oder weniger gut klingenden verzerrten Gitarre beschallt werden.

Zudem musst du dich mit den Verstärkereinstellungen befassen, was wieder eine Wissenschaft für sich ist und du dich erstmal den Basics zuwenden solltest.

Ich empfehle dir für den Start eine Akustik-Gitarre. Hier gibt es den Unterschied zwischen einer Western- oder eine Konzertgitarre. Die Westerngitarre (siehe Bild) hat alle 6 Saiten aus Stahl, bei der Konzertgitarre sind die letzten 3 Saiten (die dünnen Saiten) aus Nylon. Dadurch klingt die Gitarre wärmer und die Finger tun beim Greifen nicht sofort so weh. Die Stahlsaiten der Westerngitarre tun anfangs schon recht weh und deine Fingerkuppen müssen erst eine Horhautschicht bilden, was nach ein paar Wochen Übung aber schnell der Fall ist.
Somit würde ich dir zu einer Westerngitarre raten!

Einsteiger Modell Mittelklasse Modell Top Modell
Harley Benton HBD120CEBK

Preis: ca. 80 Euro (*)

Martin Guitar 0-X1 Black

Preis: ca. 550 Euro (*)

Martin Guitar 000-12E, Koa

Preis: ca. 1500 Euro (*)

Reicht eine gebrauchte Gitarre oder soll ich gleich eine neue Gitarre kaufen?

Hier kommt auch die Frage auf, ob man sich lieber eine gebrauchte Gitarre zulegen soll oder gleich eine Neuinvestition tätigt. Diese Antwort bleibt natürlich in erster Linie euch überlassen, aber gern erläutere ich einige Punkte dazu. Eine neue Gitarre hat als entscheidenden Vorteil. Sie hat Garantie und wenn ihr sie online gekauft habt, habt ihr natürlich ein Rückgaberecht, welches beim Musikhaus Thomann sogar 30 Tage beträgt. Die Gitarren sind bereits eingestellt und kommen meist schon perfekt gestimmt bei euch an. Natürlich solltet ihr die Gitarre nach Erhalt noch einmal Nachstimmen, da auf dem Transportweg immer eine Temperaturschwankung o.ä. auftreten kann, die euer neues Instrument verstimmen kann.

Eine Gebrauchte kann natürlich einen sehr attraktiven Preis haben und ist schon schön eingespielt. Allerdings ist es hier als absoluter Anfänger schwierig eine gute Gitarre zu erkennen. Aber gerade bei Portalen wie Ebay Kleinanzeigen, hat man den Vorteil, dass man sich die Gitarre einfach eben nach Terminvereinbarung vor Ort anschaut, bwz. anspielt. Hierdurch habt ihr sofort einen Eindruck und kann die Instrumente auf Funktion und Gebrauchsspuren kontrollieren. Dies solltet ihr auf jeden Fall tun. Wie aber bereits weiter oben erwähnt gibt es auch gute Einsteigermodelle für einen günstiges Preis. Damit habt ihr ein kleineres Risiko, solltet ihr doch feststellen, wovon ich natürlich nicht ausgehe, dass die Gitarre doch nicht das richtige für euch ist.

Aber nicht nur für Instrumente, auch für Verstärker, Effektgeräte und Co. eignet sich Ebay Kleinanzeigen hervorragend. Schaut doch einfach mal durch, vielleicht findet ihr ja das eine oder andere Equipment. Oder verkauft es einfach wieder…

Willst du mehr zu den verschiedenen Gitarrenarten erfahren, dann schau dir doch mal meinen Beitrag: Welche Gitarrenarten gibt es? an

Gitarren Stimmgerät

Stimmgerät mit integriertem Metronom
Die richtige Stimmung muss sein! Stimmgerät mit integriertem Metronom (*)

Damit deine Gitarre auch gut und vor allem richtig klingt benötigst du ein Stimmgerät. Mit dem Stimmgerät solltest du deine Gitarre vor jedem Üben bzw. Auftritt auf die korrekte Stimmung überprüfen und ggf. nachstimmen.

Die Standardstimmung deiner Gitarre lautet:

E (dickste Saite)
A
D
G
B
e (dünnste Saite)

 

Mit einem kleinen Merksatz kannst du dir ganz einfach die Saiten merken. Anfangen bei der dicksten Saite:

Eine Alte Damen geht Banana einkaufen!

Es gibt verschiedene Arten von Stimmgeräten, die schon für wenig Geld zu bekommen sind. Diese lassen sich einfach an die Kopf der Gitarre klemmen und die Gitarre kann gestimmt werden. Die Funktionsweise ist immer gleich. Man schaltet das Gerät ein und schlägt eine Saite an. Das Stimmgerät zeigt die Note an und signalisiert, ob die Saite höher oder tiefer gestimmt werden muss. Durch drehen der Stimmmechanik kann die Saite gespannt und entspannt werden. Viele Akustik-Gitarren haben bereits ein integriertes Stimmgerät an Board. Anfangs kannst du aber auch einfach eine kostenlose Smartphone-App nutzen (diese solltest du auf jeden Fall trotzdem immer griffbereit haben). Such einfach mal nach GuitarTuna.

Metronom (optional)

Ein Metronom ist zwar nicht zwingend erforderlich. Zum Üben ist es aber auf jeden Fall eine sehr lohnenswerte Investition. Mithilfe eines Metronoms kann man einen Takt einstellen und so sein Taktgefühl schulen. Diese kleinen Geräte gibt es schon für unter 10€ und sollten in jeder Gitarrentasche vorhanden sein. Damit wären wir auch schon beim nächsten Punkt.

Gitarrentasche oder Gitarrenkoffer (optional)

Eure Gitarre sollte natürlich stehts sicher und gut geschützt untergebracht werden. Eine Gitarrentasche (*) oder ein Gitarrenkoffer (*) sind also auch kein muss, damit ihr Gitarre spielen könnt aber trotzdem sehr empfehlenswert. Sie kosten nicht viel Geld, machen euer Instrument aber länger haltbar. Ihr könnt nicht nur die Gitarre vor Staub und Kratzern schützen, sondern diese auch sicher transportieren. Zudem lassen sich Notenblätter, Ersatz-Saiten, Plektrons, Stimmgerät und und und transportieren und beisammenhalten. Eine Gitarrentasche eigent sich am besten für akustische Gitarren, da diese leichter sind und schnell wie ein Rucksack auf den Rücken geschnallt werden können. Wobei die schwereren E-Gitarren besser in einem Gitarrenkoffer zu transportieren sind.

Ersatz Gitarren Saiten

Nichts ist ärgerlicher, als wenn du gerade anfängst auf der Gitarre etwas zu üben und dir reißt plötzlich eine Saite. Du guckst in deiner Gitarrentasche und findest keine Ersatz-Saiten und schon ist die Stimmung am Boden. Der nächste Musikladen ist nicht gleich um die Ecke und die Bestellung dauert ein paar Tage. Somit solltest du immer einen Satz Extra-Saiten griffbereit haben, um im Falle des Falles schnell die Saiten zu wechseln.

Wie du die Saiten deiner Gitarre wechselst erfährst du im Beitrag: So wechselst du die Saiten deiner Gitarre schnell und sicher. Weißt du nicht, welche Saiten für dich die richtigen sind, dann schau dir mal diesen Beitrag an.

Plektrons

Diese kleinen Nylonstücke erleichtern das Anschlagen der Saiten. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. Aus Plastik, Metall, Stoff. Auch gibt es verschiedene Stärken (Dicken) der Plektons.

Plektronauswahl mit verschiedenen Stärken
Eine Zusammenstellung von 12 Plektrons mit verschiedenen Stärken (*)

Ich empfehle euch als erstes einen Auswahl verschiedner Stärken zu kaufen. So könnt ihr ganz einfach verschiedene Pleks ausprobieren um so eure gewünschte Stärke zu bestimmen.

Fußtritt/Bank (Optional)

Eine Fußbank ist für die „Klassische Haltung“ der Gitarre notwendig. Diese wird unter einen Fuß gestellt, damit dieser in einer höheren Position ist und die Gitarre erhöht abgelegt werden kann. Ihr müsst für euch selbst entscheiden, ob ihr mit oder ohne Fußbank bzw. ob ihr die Klassische Gitarrenhaltung zum Üben einnehmen wollt. Hierbei wird die die Gitarre auf dem linken/rechten Oberschenkel abgelegt und der Hals der Gitarre hat eine ca. 45 Grad nach oben geneigte Haltung. Eine passende Fußbank findet ihr hier (*).

Gitarrengurt

Ein Gitarrengurt (*) ist für später auf jeden Fall ein „must have“. Nicht nur bei E-Gitarren, auch bei Westerngitarren bietet sich ein Gurt an. Du kannst dir deine Gitarre dann einfach umhängen und im Stehen spielen und dazu singen. Am Anfang ist ein Gitarrengurt noch nicht nötig, da du die erste Zeit viel im Sitzen übst und deine Gitarre gut in der Hand halten kannst. Aber spätenstens bei einem Konzert macht es viel mehr her, wenn du im Stehen spielst und nicht die ganze Zeit sitzt. Es gibt viele verschiedene Gitarrengurte. Manche sind elatischer als anderer (z.B. harte Ledergurte). Manche sehen einfach cool aus und andere sind wiederum extravagant. 😉

Hier wurde jetzt viel über die eigentliche Hardware gesprochen. Aber was soll ich überhaupt lernen und wie lerne ich am besten?

So jetzt wo du alles zusammen hast und weißt, was du zum Gitarre spielen alles benötigst können wir loslegen: Hier geht es zur Lektion 01 – Wir starten.