Schön, dass du dich für den 30-tägigen Kurs interessierst. Ich habe dir hier einen 30 Tage Übungsplan erstellt, den du als Gitarrenanfänger nutzen kannst. An diesem einfachen Fahrplan kannst du dich orientieren.
Welche Ausrüstung benötigst du?
- Akustik- oder E-Gitarre
- Stimmgerät oder Stimm-App
- Plektren
- Kapodaster (optional)
- Gitarrenständer
Grundlagen
- Saitennamen lernen
- Gitarre stimmen
- Akkorde: Em, C, G, D, Am
- Einfaches Schlagmuster
Routine
- 10–15 Minuten täglich üben
- langsam starten
- Rhythmus vorklopfen
30 Tage Gitarrenkurs für Anfänger
Woche 1:
Tag 1–2: Grundlagen
Wer Gitarre lernen möchte, kommt an einem Thema nicht vorbei: den Saitennamen. Sie sind die Grundlage für Akkorde, Tonleitern, Tabulaturen und das Stimmen der Gitarre. In diesem Artikel lernst du die Namen der Gitarrensaiten, hilfreiche Merksätze und bekommst ein solides Fundament für deinen weiteren Lernweg.
Die sechs Saiten der Gitarre
Die klassische Gitarre – egal ob Akustikgitarre oder E-Gitarre – hat in der Standardstimmung sechs Saiten. Gezählt wird von der tiefsten (dicksten) zur höchsten (dünnsten) Saite:
- E-Saite (tiefe E-Saite)
- A-Saite
- D-Saite
- G-Saite
- H-Saite (international: B-Saite)
- e-Saite (hohe E-Saite)
👉 Wichtig: Die tiefe und die hohe Saite heißen beide E, unterscheiden sich aber in ihrer Tonhöhe.
Kurzform (von dick nach dünn):
E – A – D – G – H – e
Merksatz für die Saitennamen
Um sich die Reihenfolge leichter zu merken, hilft dir die folgende Eselsbrücke
- Ein alte Dame geht Heringen einkaufen
Lern die Saitennamen am besten auswendig und spiele sie erstmal rauf und runter und sag die Saitennamen dabei laut auf. Ohne erstmal die Saiten mit deiner linken Hand (als Rechtshänder) in irgendeiner Weise runterzudrücken. Du nutzt in der ersten Phase erstmal nur deine rechte, die Schlaghand.
Tag 3–4: Em, C
In den ersten beiden Tagen solltest du dich erstmal mit der Gitarre vertraut machen. Du hast die einzelnen Saiten kennengelernt. Heute befassen wir uns mit den ersten Akkorden. Nämlich Em (Moll Akkord) und ein C (Dur Akkord).
Em Akkord
Der helle Kreis bedeutet, dass diese auf dieser Saite kein Finger liegt und diese entsprechend auch nicht auf das Griffbrett gedrückt wird. Jedoch wird diese Saite z.B. bei einem Downstrum (von oben nach unten alle Saiten nacheinander anschlagen) mit angeschlagen. Die dunklen Kreise geben an, dass in diesem Bund die entsprechende Saite auf das Griffbrett gedrückt wird. Die Leserichtung ist von links (dicke E-Saite) nach rechts (dünne E-Saite). Die horizontalen Linien bedeuten die Bünde. Somit werden die Saiten A und d im zweiten Bund gedrückt.
C-Dur Akkord
Der nächste Akkord ist ein C-Dur Akkord. Hier taucht ein X an der dicken E-Saite auf. das bedeutet, dass diese Saite nicht mit angeschlagen wird. Sonst bleibt alles wie beim Em Akkord, nur das entsprechend andere Saiten auf das Griffbrett gedrückt werden. Das wäre die A-Saite im dritten Bund. Die D-Saite im 2 Bund und die H-Saite im ersten Bund.
Jetzt am besten erstmal einen der beiden Akkorde vornehmen, gescheit greifen und anschlagen. Hier ist darauf zu achten, dass nah am nächsten Bundstäbchen gegriffen wird, zudem die Saite fest auf das Bundstäbchen gedrückt wird. Drückt man zu locker oder ist zu weit vom Bundstäbchen entfernt, kann es zu einem knarzen kommen. Das ist allerdings am Anfang ganz normal und verschwindet mit der Zeit.
Auch schmerzen die Finger in der Anfangsphase. Auch das ist ganz normal. Die Finger üben eine neue Position und Haltung aus, die ungewohnt und nicht trainiert ist. Auch ist an den Fingerkuppen (wo die Saiten auf das Griffbrett gedrückt werden) noch keine Hornhaut, so dass diese ebenfalls schmerzen und man das Gefühl hat die harten Stahlsaiten schneiden sich in die Finger. Aber hier heißt es dranbleiben!
Ist dieses überwunden und es hat sich die erste Hornhaut gebildet ist das schon die halbe Miete!
Tag 5–7: Akkordwechsel
In diesen Tagen solltest du jetzt den Wechsel zwischen den beiden Akkorden üben. Hat man die Akkorde erstmal gescheit gegriffen, kommt als nächster Schritt der Wechsel zwischen E-Moll (Em) und D-Dur. Auch das ist anfangs recht schwer, da man sich erstmal auf dem Griffbrett zurecht finden muss. Aber hier gibt: Übung macht den Meister. Greife Em, setzte die Finger vom Griffbrett und setze sie wieder auf den Em Akkorden. Wiederhole dies mit C-Dur und wechsele dann zwischen Em und C-Dur.
Woche 2
Tag 8–10: G, D, Am7
Heute kommen drei neue Akkorde hinzu.
G-Dur Akkord
D-Dur Akkord
A Moll 7 Akkord
Tag 11–12: Wechsel G–D–Em–C
Da wir schon vier Akkorde gelernt haben, ist es jetzt an der Zeit diese im Wechsel zu spielen. Gehe hierzu nacheinander die jeweiligen Akkorde durch und versuche sie nacheinander zu greifen. Erst langsam und dann etwas schneller. Schau wie weit du kommst, dass die Akkorde gut und sauber klingen.
Tag 13–14: Rhythmusübungen
Beim Rhythmus geht es darum, den richtigen Groove zu finden. Erst das Zusammenspiel von Rhythmus und Noten machen ein Lied aus. Als erstes reicht es wenn du erstmal nur, die schon oben angesprochenen Downstrums machst. Also der einfach Abschlag von oben nach unten (von der dicken E-Saite zur kleine E-Saite). Dann kannst du das ganze auch nur mal mit Upstrums versuchen als genau entgegengesetzt.
Hier zählst du dann immer von 1-4 und fängst dann wieder von vorne an.
1-2-3-4 | 1-2-3-4 | 1-2-3-4 …..
Dann machst du bei 1 2 3 jeweils einen Downstrum und bei 4 einen Upstrum und fängst dann wieder bei 1 an. Dann hört sich das schon ganz anders an. Das übe am besten ein paar mal.
Woche 3
Tag 15–17: Song 1
Den ersten Song den wir uns jetzt anschauen ist von Bob Dylan – Knocking on heavens door. Text und Akkordfolgen sind hier zu finden:
https://tabs.ultimate-guitar.com/tab/bob-dylan/knockin-on-heavens-door-chords-66587
Dieser Song besteht nur aus 3 Akkorden, die wir alle schon können. Das Lied kannst du einfach nur mit Abschlägen von der dicken zur dünnen E-Saite spielen.
Tag 18–20: Song 2
sei gespannt, hier gehts bald weiter!
Tag 21: Wiederholen
Woche 4
Tag 22–24: Fingerkraft
Tag 25–27: Anschlag
Tag 28–30: Song sicher begleiten













