In diesem Blogartikel habe ich mir einen klassischen Dialog zwischen einem Gitarrenneuling und einem Gitarrenlehrer angeschaut und die Kernelemente beim Gitarre lernen herausgepickt. Auf dessen Grundlage entsteht ein Verständnis der Einstiegshürde und möglichen Bedenken des Gitarrenanfängers und warum es so schwer ist, Gitarre zu lernen und ob es wirklich so ist oder nur ein Vorurteil!
Gitarrenanfänger:
Warum fühlt sich Gitarre lernen am Anfang so verdammt schwer an?
Lehrer:
Das ist völlig normal! Deine Finger, dein Gehirn und dein Gehör machen gerade Dinge, die sie noch nie zuvor gemacht haben. Gitarre lernen ist wie eine neue Sprache – am Anfang klingt alles komisch, aber je öfter du übst, desto natürlicher wird es.
Gitarrenanfänger:
Meine Finger tun weh. Ist das normal?
Lehrer:
Oh ja, absolut! Deine Fingerkuppen müssen erst Hornhaut entwickeln. Das dauert ein paar Wochen. Je regelmäßiger du übst, desto schneller geht das – und irgendwann merkst du die Saiten kaum noch.
Gitarrenanfänger:
Warum klingen meine Akkorde so verstimmt oder „matschig“? Die Saiten klirren irgendwie komisch.
Lehrer:
Das liegt zu 90 % an der Haltung der Finger. Du musst recht nah am Bund greifen und mit den Fingerkuppen, nicht mit der flachen Seite. Und: Jeder Anfänger dämpft anfangs ungewollt andere Saiten ab. Das gehört dazu! Mit Übung trifft man die Saiten sauberer.
Gitarrenanfänger:
Ich kann die Griffe nicht schnell genug wechseln. Werde ich das jemals können?
Lehrer:
Auf jeden Fall. Schnelle Griffwechsel sind reine Muskelkoordination. Wenn du jeden Tag ein bisschen übst, werden deine Finger irgendwann fast automatisch an die richtige Stelle springen. Das braucht nur ein bisschen Zeit.
Gitarrenanfänger:
Warum kann ich keinen Rhythmus halten?
Lehrer:
Rhythmus ist wie ein innerer Puls. Viele Anfänger denken zu viel nach – und verlieren ihn daher. Tipp: Klopf erst einmal mit der Hand oder dem Fuß den Takt. Dann spiele langsam mit. Rhythmus kommt mit der Zeit ganz natürlich. Am besten besorgst du dir ein Metronom * und übst damit. Mit einem Metronom stellt du z.B. einen 4/4 Beat ein und kannst die Schläge pro Minute (BPM – Beat per minute) einstellen und so ganz langsam starten.
Gitarrenanfänger:
Ich verstehe Musiktheorie nicht. Brauche ich das wirklich?
Lehrer:
Hier ist zu sagen –> Am Anfang: Nein. Du brauchst keine Theorie, um deine ersten Lieder zu spielen. Später hilft es dir, schneller zu verstehen, warum etwas funktioniert. Aber für jetzt reicht es völlig, ein paar Akkorde zu lernen und Spaß zu haben.
Gitarrenanfänger:
Wie lange dauert es, bis ich vernünftig spielen kann?
Lehrer:
Wenn du 10-15 Minuten pro Tag übst, kannst du nach 2-3 Wochen einfache Lieder begleiten. Richtig gut wird man aber durch Monate und Jahre des TUNs, wie bei jedem Handwerk. Der Trick ist Dranbleiben und nicht perfekt zu sein.
Gitarrenanfänger:
Es gibt so viele Tutorials, Methoden und Übungen. Wo soll ich überhaupt anfangen?
Lehrer:
Ganz simpel:
- Lerne 3-4 Basisakkorde (z.B. Em, G, C, D). Hier gehts zu unserem interessanten Blogbeitrag zum Thema:
Akkordfolgen. - Übe einfache Schlagmuster. Willst du mehr über Schlagmuster wissen, schau dir unseren Blogbeitrag an:
Der Rhythmus machts – Die besten Schlagmuster für die Gitarre - Spiele Lieder, die dir Spaß machen.
Das ist die schnellste Lernkurve für Anfänger. Akkorde findest du z.B. bei Ultimate-Guitar
Gitarrenanfänger:
Was ist das Wichtigste, das ich wissen sollte?
Lehrer:
Dass jeder großartige Gitarrist einmal genau da war, wo du jetzt bist. Jeder hatte Schmerzen, Unsicherheit und „Warum kann ich das nicht?“-Momente. Der Unterschied ist: Sie haben einfach weitergemacht. Ein toller Tipp ist es sich einmal selbst aufzunehmen und dies kontinuierlich zu tun. Es ist sehr interessant wie schnell man doch Fortschritte macht. Zudem ist es sehr interessant sich selbst und seien Fortschritte später einmal zu sehen.
